Heiße Luft
Geistliche Abendmusik 2026
Donnerstag, 11. Juni 2026, Beginn: 19:00
an der Reil-Orgel: Sviatoslava Kovtyk/UA

Programm:
Dieterich Buxtehude (1637-1707)
Toccata in d-Moll BuxWV 155
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Präludium und Fuge d-Moll BWV 539
Peter Planyavsky (*1947)
Ad te lavavi
Einen neuen Beginn erlebt die Kirche immer im Advent, wenn das Kirchenjahr wieder zu seinem Kreislauf von dunklen und hellen Zeiten, von Werktagen und Festen anhebt. „Ad te levavi animam meam“ sind die Anfangsworte des Introitus (Eingangsliedes) der Messe am ersten Adventsonntag. Über den Bezug zum Kirchenjahr hinaus finden sich die Grundbausteine der Melodie g-d-f-a-c auch im Geläute der Abteikirche wieder. Der Text „Zu dir erhebe ich meine Seele“ ist überdies einer der Ur-Bausteine christlichen Gebetes, wenn nicht sogar eine der Ur-Haltungen des suchenden Menschen überhaupt.Das Originalstück ist formal gesehen eine Paraphrase, in der die gregorianische Melodie des Introitus dreimal in ihrer Gesamtheit abläuft; sie wird kommentiert, transponiert, gedehnt, gerafft – all das kann ihr aber nichts anhaben. Aber gegen Ende des zweiten Durchganges reißt der Faden dann doch ab; es folgt „eine Zeit ohne gregorianischen Gesang“ – sie dauert 153 Einheiten lang. In dieser kurzen, sehr lauten und nervösen Toccata gibt es kein Thema. Danach wird der Faden an derselben Stelle wieder aufgenommen, es geht wieder weiter. Das Stück endet verhalten und so, wie es begonnen hat: mit den Grundtönen des „Ad te levavi“, die ruhig in einer tiefen Pedalstimme kreisen. Das schließt ans Geläute an, das entspricht der ruhigen Haltung des Advents, und das bildet den großen übergeordneten Kreislauf ab. Peter Planyavsky
Vater unser gemeinsam gesungen
Cesar Franck (1822-1890)
Choral a-Moll FWV 40
11. Juni , 19:00 – 20:30
