ORGEL und ORCHESTER
ORGELFEST 2026 – 40 Jahre Domorgel, 10 Jahre Marienorgel
Dom Klagenfurt, Domplatz 1, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Donnerstag, 5. November 2026, Beginn: 19:00
Moderation: Peter Planyavsky
Peter Planyavsky, Elmo Cosentini, Domorganist Klaus Kuchling spielen und dirigieren abwechselnd!
Eintritt € 16 – Karten an der Abendkasse erhältlich

Peter Planyavsky studierte in Wien Orgel und Kirchenmusik. Nach dem Abschluß seiner Studien praktizierte er ein Jahr lang bei einem Orgelbauer. Seit 1969 war er am Wiener Stephansdom tätig (1983 bis 1990 als gesamtverantwortlicher Dommusikdirektor, sonst als Domorganist). 2004 verließ er den Stephansdom. – 1980 bis 2012 war Peter Planyavsky Professor für Orgel und Improvisation an der Wiener Musikhochschule, außerdem 1996-2003 Leiter der Abteilung für Kirchenmusik. Konzerte und Aufnahmen führten ihn in zahlreiche Länder Europas, nach Nordamerika, Fernost, Australien und Südafrika. Für seine bisheriges kompositorisches Schaffen erhielt er 2005 den Staatlichen Würdigungspreis für Musik. Basisarbeit in der Kirchenmusik, Aufgaben als Orgelberater und Juror, Artikel in Fachzeitschriften und CD-Einspielungen runden seine berufliche Tätigkeit ab. Als Dirigent ist Peter Planyavsky mit den großen Werken der Kirchenmusik hervorgetreten; ein weiterer Schwerpunkt seiner dirigentischen Tätigkeit gilt dem vernachlässigten Sektor der Konzerte für Orgel und Orchester. Aus seiner essayistischen Tätigkeit sind vor allem die Monographie „Anton Heiller – Alle Register eines Lebens“ (Doblinger, Wien, 2009) sowie das umfassende Buch „Katholische Kirchenmusik (Tyrolia, Innsbruck, 2010) hervorzuheben. 2017 Dr. phil an der Musikuniversität Graz.

Klaus Kuchling studierte bei Peter Planyavsky und Alfred Mitterhofer in Wien. Seit 1991 unterrichtet er Orgel am Kärntner Landeskonservatorium, von 1998 bis 2012 auch an der Musikuniversität Wien. Seit 1992 wirkt er als Domorganist in Klagenfurt. CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren sein breites Repertoire. Neben Uraufführungen zeitgenössischer Musik liegt ihm die Zusammenarbeit mit anderen Künsten (Tanz, Performance) besonders am Herzen. Als Solist, Duo-Partner und Juror bei Orgelwettbewerben ist er in Europa und darüber hinaus tätig. Als Chorleiter und Dirigent von Chor-Orchester-Werken setzt er, von 1998 bis 2018 mit dem Kärntner Madrigalchor, seine künstlerische Handschrift auch in der Vokalmusik um. Seit 2018 bildet die künstlerische Arbeit und Leitung des Kammerorchesters COLLEGIUM CARINTHIA einen weiteren Akzent seiner Arbeit.

Elmo Cosentini zählt zu den vielseitigsten österreichischen Kirchenmusikern seiner Generation. Der in Wien geborene Musiker studierte an der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Orgel bei Peter Planyavsky sowie Kirchenmusik, Klavier, Orchesterdirigieren und Komposition. Bereits während seines Studiums begann er eine internationale Konzerttätigkeit als Organist, Pianist, Liedbegleiter und Kammermusiker. Seine musikalische Laufbahn führte ihn durch zahlreiche Länder Europas sowie mehrfach in die USA, nach Südafrika, China, Australien und Neuseeland. Neben seiner Tätigkeit als Solist arbeitete er mit renommierten Orchestern zusammen und wirkte unter anderem im Umfeld der Wiener Philharmoniker und der Wiener Symphoniker mit. Darüber hinaus trat er als Interpret zeitgenössischer Musik hervor, spielte Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ein und wirkte bei zahlreichen Uraufführungen mit. Nach dem Abschluss seiner Studien war Cosentini mehrere Jahre als Kapellmeister am Stadttheater Klagenfurt tätig, wo er Opern- und Konzertrepertoire dirigierte. Diese Tätigkeit ergänzte seine Arbeit als Organist und Pianist um umfassende Erfahrungen im Bereich der Orchester- und Opernleitung. Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens liegt in der Lehre. Er promovierte mit einer musikwissenschaftlichen Arbeit über die Klaviermusik von Sergei Rachmaninoff und unterrichtet seit vielen Jahren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dort gilt er als geschätzter Pädagoge für Generalbass, Partiturspiel und kirchenmusikalische Fächer. Zahlreiche Studierende verdanken ihm wichtige Impulse für ihre künstlerische Entwicklung. Als Kirchenmusiker ist Elmo Cosentini eng mit dem Wiener Musikleben verbunden. Er wirkte über viele Jahre als Organist bedeutender Wiener Kirchen und wird insbesondere mit der Karmelitenkirche und der Augustinerkirche in Verbindung gebracht. Sein Repertoire reicht von der Alten Musik über die großen romantischen Orgelwerke bis hin zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Charakteristisch für sein Spiel sind stilistische Vielseitigkeit, hohe technische Präzision und ein feines Gespür für Klangfarben. Als Organist und Pianist verbindet er wissenschaftliche Durchdringung der Werke mit lebendiger Musikalität und großer Ausdruckskraft. Dadurch hat er sich sowohl als Konzertkünstler als auch als Lehrer einen hervorragenden Ruf erworben. Kurz gesagt: Elmo Cosentini ist nicht nur ein herausragender Organist, sondern zugleich Pianist, Dirigent, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer – eine Künstlerpersönlichkeit, die die österreichische Orgelszene seit Jahrzehnten maßgeblich mitprägt.

Hannah Haslinger ist seit 2021 Solo-Harfenistin des Stadttheaters Klagenfurt und des Kärntner Sinfonieorchesters und tritt regelmäßig als Solistin sowie als Ensemblemitglied diverser Formationen auf. Die fortdauernde Zusammenarbeit mit Musiker:innen aus dem Jazz- und Popbereich ist förderlich für ihr Bestreben, die Harfe mit ihren Spiel- und Einsatzmöglichkeiten stilübergreifend in ihrer klanglichen und charakterlichen Vielfalt zu präsentieren. Die 1997 geborene und aus Österreich stammende Musikerin besuchte in ihrer Kindheit die Musikschule in den Fächern Klavier, Hackbrett und Harfe, und konnte schon früh musikalische Erfahrung durch zahlreiche solistische Auftritte sowie in verschiedensten instrumentalen und vokalen Formationen sammeln. Sie studierte von 2006 bis 2020 die zwei Hauptfächer Harfe und Klavier an der Gustav Mahler Privatuniversität Klagenfurt (ehem. Kärntner Landeskonservatorium) bei Ulrike Mattanovich (Harfe), Elisabeth Väth-Schadler und Lorenzo Cossi (Klavier), und schloss dabei die Studien Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) auf beiden Instrumenten sowie Master IGP am Klavier allesamt mit Auszeichnung ab. Von 2019 bis 2025 war sie Studentin von Sarah O’Brien an der Zürcher Hochschule der Künste, an welcher sie sowohl einen Master in Music Performance als auch einen Master in Specialized Music Performance – Solist:in erlangte, und sie schließt in naher Zukunft das Masterstudium Germanistik und Anglistik Lehramt an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt ab. Meisterkurse auf der Harfe wie bei Emmanuel Ceysson, Jana Boušková, Anneleen Lenaerts, Sylvain Blassel und Marie-Pierre Langlamet ergänzen ihre musikalische Ausbildung. Sie ist Preisträgerin des Förderungspreises für Musik des Landes Kärnten. Cross-over-Formationen, in welchen Hannah Haslinger regelmäßig auftritt, sind u. a. ECHO LOFT, das Trio Keischn Kunterbunt mit Edgar Unterkirchner und Tonč Feinig und Die taTatata COMBOo. mit Matthias Ortner (Matakustix), Manfred Plessl und Stephan Hainer. Als Orchesterharfenistin wirkte Hannah unter anderem im Bruckner Orchester Linz und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mit, und sie war von 2019 bis 2021 Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Als Solistin trat sie bereits auf beiden Instrumenten gemeinsam mit dem KSO unter der Leitung von Dirigenten wie Emmanuel Tjeknavorian, Gábor Hontvári und Nicholas Milton auf. Unterrichtserfahrung konnte sie im Rahmen ihrer drei Studien und bei Musikseminaren sammeln. Außerdem erforscht(e) sie im Rahmen ihrer Masterstudien Schreibprozesse bei Peter Handke sowie kognitive Prozesse beim Improvisieren und die Auswirkung dieser Erkenntnisse auf die Gestaltung des Instrumental- und Gesangsunterrichts. In ihrer Freizeit musiziert sie gerne im Bereich der Volksmusik, unter anderem in der Formation H4. Hannah Haslinger ist seit 2025 Lektorin für Volksharfe an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik.

Günther Steurer – Schlagwerk, Pauken
Programm:
Howard Hanson (1896-1981)
Concerto for Organ, Strings and Harp, Op.22, Nr. 3
an der Marienorgel: Domorganist Klaus Kuchling
Francis Poulenc (1899-1963)
Concerto en Sol mineur pour orgue, orchestre á cordes et timbales
an der Marienorgel: Domorganist Klaus Kuchling
Peter Planyavsky (*1947)
Kremser Konzert für Orgel und Streicher (1986)
- Andante maestoso – Allegro
- Andante tranquillo
- Con moto
an der Marienorgel: Peter Planyavsky
Marco Enrico Bossi (1861–1925)
Konzert für Orgel, Streicher, 4 Hörner und Pauken op. 100 (1895)
- Allegro moderato
- Adagio, ma non troppo
- Allegro
an der Marienorgel: Elmo Cosentini
4. November , 19:00 – 20:30
Veranstalter: Dompfarre Klagenfurt und Dommusikverein Klagenfurt in Kooperation mit Orgelland Carinthia
